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Anfang Januar haben die Kinder des sechsten „Musik macht stark“-Jahrgangs ihre Instrumente erhalten. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

(fm)

Unter dem Motto „Weihnachtliches und mehr“ waren am Mittwoch, 12. Dezember 2018, neben den drei Orchestern auch elf Instrumentalgruppen der Bläserakademie zu hören. So konnten über 130 Zuhörende die gesamte Bandbreite der Ausbildung durch die Bläserakademie im Jugendblasorchester Seelze e. V. kennenlernen und die Fortschritte seit dem letzten Jahr würdigen.

Mit dem fetzigen „Trumpet Hero“ begrüßten die Jbo-Beginners Basic das Publikum. Etwa zehn junge Musikerinnen und Musiker spielen seit einem guten Jahr in diesem Orchester, die anderen zwanzig kamen jedoch erst vier Wochen vor dem Konzert dazu. Schon in dieser kurzen Zeit konnten sie auch ein zweites Stück erarbeiten und schlugen mit „Jingle Bells“ weihnachtliche Klänge an.

 

60 Kinder der Bläserakademie in Aktion

 

Tänze, Weihnachtliches und Filmmusik wurden sodann von einzelnen Instrumentalgruppen vorgetragen. Mit CD, Lehrkraft oder ganz alleine: Allen war die Aufregung anzumerken, bevor sie ihr Stück präsentierten und sich schließlich unter viel Applaus verbeugen konnten.

Bevor nun die Jbo-Beginners Advanced auf die Bühne traten, gab es ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Lucienne Heise – Mutter einer Musikerin in der Bläserakademie – verkauft Handtaschen mit Wechsel-Covern und hatte drei ihrer Neuheiten für die Bläserakademie versteigert. Zusammen mit einer Spende durfte sich die Bläserakademie so über die Übergabe von 250 Euro freuen.

Nach dem schwungvollen „Frosty the Snowman“ nahm das mittlere Orchester der Bläserakademie die Zuhörenden stimmungsvoll mit in die Welt von Harry Potter. Der „Jingle Bell Rock“ hingegen verarbeitete das bereits von den Jbo-Beginners Basic vorgetragene „Jingle Bells“.

Im zweiten Teil des Schülervorspiels waren die Ergebnisse aus dem Unterricht der fortgeschrittenen Musikerinnen und Musiker zu hören: Von „The Big Brass Band“ – vorgetragen von drei Klarinetten – über eine gemischte Posaunen- und Euphonium-Gruppe, ein klassisches Flötenduett und „Herbei, O Ihr Gläubigen“ bis zu dem Einzelbeitrag „Don't Cry For Me, Argentina“ deckten sie einen großen Teil des musikalischen Spektrums ab.

 

Das Team der Bläserakademie Seelze

 

Ausschnitte aus der Star Wars Saga zeigten deutlich, wie weit das Jugendorchester der Bläserakademie seit seiner Gründung nach den Sommerferien gekommen ist. Schon bei den ersten Tönen erkannte man darüber hinaus „Shut Up and Dance“ und mit „Let it Snow“ rückten auch sie noch einmal die Weihnachtsstimmung in den Vordergrund.

Etwa 60 Instrumentalschülerinnen und -schüler werden zurzeit in der Bläserakademie Seelze von elf Lehrkräften unterrichtet. Um das Publikum zu verabschieden, kamen sie alle gemeinsam auf die Bühne und schickten es mit „We Wish You a Merry Christmas“ in den Abend.

(sm)

Überraschung in den Proben der Jbo-Beginners Basic und Advanced am Mittwoch, den 7. November 2018: „Wir brauchen keine Instrumente? Was ist das da? Ist das nicht ein Alphorn? Was machen wir denn?“ Noch ungewöhnlicher: Weder die Lehrkräfte noch jemand aus der Jugendarbeit oder die Dirigenten konnte diese Frage beantworten.  

Leonid Bialski, Projektleiter im Tolstoi Hilfs- und Kulturwerk Hannover e. V., kennt als Mitglied des Freundeskreis Hannover das Jugendblasorchester Seelze e. V. – in seinen Augen ein idealer Partner für das aktuelle Projekt. Im Rahmen des Konzertprojekts „Mit Glocken und Fanfaren“ in und um Seelze und Hannover stattete Weltklasse-Musiker Arkady Shilkloper daher auch den Jbo-Beginners einen Besuch ab. In dem Workshop „KLANGWELTEN“ nahm er die Jbo-Beginners mit auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage „Was ist Musik?“.

Konzentrierte Gesichter bei der Bodypercussion

Arkady Shilkloper hat früher vor allem mit professionellen Hornisten und anderen Blechbläsern gearbeitet. Dabei fiel ihm auf: „Selbst im professionellen Bereich haben viele Musiker aus allen Ländern Probleme mit Rhythmen.“ Es ist ihm ein Anliegen, professionellen Musikerinnen und Musikern wie auch Laien und insbesondere jungen Menschen Rhythmus als integralen Bestandteil der Musik zu vermitteln.

So lautete die Antwort auf obige Frage nicht etwa „Liebe“, „ein Schulfach“ oder „das Leben“, wie einige Jbo-Beginners treffend vorschlugen, sondern „Rhythmus und Melodie“ oder auch „Tanz und Lied“. Das setzten die jungen Musikerinnen und Musiker sogleich in die Tat um. Durch Bodypercussion mit Gesangssilben („tata-didi-tumtum-namnam“ oder "“la-le-li-lo-lu“) fanden alle im Laufe der Dreiviertelstunde zu einem gemeinsamen Klang. Dabei teilten sie sich in bis zu drei Gruppen auf, die jeweils unterschiedliche Rhythmen klatschten, stampften und sangen.

Zum Abschluss bot Arkady Shilkloper ein Solostück auf seinem Alphorn dar – mit mehr als drei Metern Länge und ungewöhnlicher Klangvielfalt ein äußerst beeindruckendes Instrument.

 

Zum Workshoperlebnis sagten die Teilnehmenden: „Cool“, „schwierige Rhythmen“, „sehr interessant“, „so ähnlich, wie wir es mal in der Schule gemacht haben“, „ich habe noch mal aufgefrischt, was ein Takt ist“, „super toll“ und „am besten war das Vorspiel“. Sicherlich ein eindrucksvoller Nachmittag für die Jbo-Beginners.

(sm)

Mit einem kurzen Abriss des bisherigen Projektverlaufs begrüßte Steffen Hospodarz Eltern, Geschwister, Freunde und Verwandte zum Abschlusskonzert des aktuellen „Musik macht stark“-Jahrgangs. Am 24. Oktober 2018 stürmten die zwanzig jungen Musikerinnen und Musiker mit Applaus auf die Bühne. Nachdem alle ihren Platz gefunden hatten, trat aufgeregte Stille ein. Dies war der zweite Auftritt des Projektorchesters, seit im Januar die Instrumente verteilt worden waren.

 

Der fünfte Jahrgang in Aktion...

 

Mit deutschen, englischen und amerikanischen Volksliedern stellten die Kinder im ganzen Orchester und kleinen Gruppen vor, was sie in den Proben mit ihrem Dirigenten Jens Enders erarbeitet hatten. Darunter waren auch schon zweistimmige Stücke zu hören, die selbst die kleinsten Geschwister mit großem Applaus würdigten.

Der Galopp aus der Ouvertüre der Oper „Wilhelm Tell“ und die „High School Cadets“ leiteten dann über zum Projektabschluss: Alle Teilnehmenden bekamen eine Urkunde. Das Jugendblasorchester Seelze e. V. (Jbo) möchte ihnen ermöglichen, ihr Instrument weiter zu erlernen. So gibt es wie auch für die vorherigen Jahrgänge die Möglichkeit, mit „Musik macht stark II“ weiterhin günstigen Unterricht zu erhalten, ein Instrument zu finanzieren und bei den Jbo-Beginners einzusteigen. Dort werden die Kinder altersgerecht in unterschiedlichen Orchestergruppierungen gefördert, um schließlich bei den Jbo-YoungStars oder im Modern Sound[s] Orchestra mitwirken zu können. So konnte Steffen Hospodarz schließen: „In 14 Tagen sehen wir viele wieder“. Ein großer Dank galt allen Lehrkräften, die ab November auch den sechsten „Musik macht stark“-Jahrgang begleiten.

 

...und als Gruppenbild mit Lehrkräften und Dirigent Jens Enders.

 

Musikalisch wurden die Konzertgäste passend zu den ersten herbstlichen Tagen mit „Hey Ho! Spann‘ den Wagen an!“ verabschiedet. Doch das sollte nicht das letzte Stück sein: Die Zuhörenden forderten klatschend, stampfend, pfeifend und mit lauten Jubel-Rufen eine Zugabe, die die Kinder mit dem „Musik macht stark“-Evergreen „Hard Rock Blues“ ihnen nur zu gerne gewährten. 

(sm)

Weihnachtliche Klänge sowie bekannte Stücke aus Film und Radio läuten am Mittwoch, 12. Dezember 2018, den Jahresabschluss ein. Auch das dritte Orchester der Bläserakademie ist dort zum ersten Mal zu hören – um dem Leistungsstand der älteren Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, wurde dieses Jugendorchester nach den Sommerferien ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Jens Enders ergänzen sie die Stücke der Jbo-Beginners Basic und der Jbo-Beginners Advanced um ein noch ausgereifteres Repertoire. Das Konzert findet im Anschluss an das Schülervorspiel der Bläserakademie, das um 17:30 Uhr beginnt, im Neuen Forum des Schulzentrum Seelze statt. Der Eintritt ist frei.

(sm)

Die Teilnehmer des Weihnachtskonzerts 2017